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Nie wieder NaNoWriMo!

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Klingt fast wie eine Bild-Schlagzeile, oder? Was soll das? Will ich hier ein von einem großen Drama berichten? Oder vielleicht will ich auch irgendeine überspitzte Geschichte erzählen?
Könnte es sich auch so verhalten, wie mit dem berühmten Satz nach einer durchzechten Nacht in der man immer wieder „Nie wieder Alkohol!“ nuschelt und bei der nächsten Feier wieder einen über den Durst trinkt? Nein, zumindest empfinde ich das bisher nicht so. Aber nun erst mal Klartext, damit wir hier ein wenig Ordnung in die ganze Sache bringen.

Wie viele von euch habe ich dieses Jahr wieder am NaNoWriMo teilgenommen, insgesamt meint zweiter großer NaNo (erster war im Jahr davor). Voller Vorfreude habe ich den Oktober über Projekt Ghost geplottet, denn ich hatte mir nach meinem 2015er Disaster vorgenommen besser vorbereitet in den diesjährigen NaNo zu starten. Das klappte auch soweit sehr gut: die Figuren und der grobe Plot standen, auch der feine Plot war zur Hälfte fertig. Alles in Allem eine sehr gute Voraussetzung für den NaNo. Ich fühlte mich wohl, hoch motiviert und schon fast benebelt.

Zumindest bis eine Woche vor dem Beginn. Ein komisches Gefühl kam in mir auf, doch ich verdrängte es. Schließlich hatte ich 3 Wochen im November Urlaub, was sollte also schief gehen? Ich hatte mir vorgenommen in dieser Zeit die Rohfassung zu beenden oder zumindest so weit zu kommen, dass ich gut im Plus stand.

Um die Geschichte deutlich zu verkürzen: ich habe lediglich in den ersten 1 ½ Wochen geschrieben.. auch das eher sporadisch. Warum? Weil sich in mir so ein unangenehmer Druck aufgebaut, dieses komische Gefühl, dass ich schon im Oktober gespürt hatte, und wenn der zu groß wird blockiert er mich. Dieser Druck blockiert mich so sehr, dass ich tagelang in der Wohnung verbringe, schlafe und/oder Löcher in die Luft starre. Ich kann stundenlang regungslos verharren, aber das ist irgendwie nicht Sinn der Sache, was das negative Gefühl wiederum verstärkt. Ein Teufelskreis, wie man so schön sagt.

Ich bin keine der Autorinnen, die in kurzer Zeit unglaublich viel schreiben kann, ich bewundere diese Autoren sehr und bin sehr froh, dass ihre Erfolge bzw ihr Schreibverhalten mich nicht runter zieht! Dennoch ist dies wahrscheinlich der Hauptgrund für mich nicht mehr am NaNoWriMo teilzunehmen, denn es heißt zwar „Jedes Wort zählt“, und dem stimme ich absolut zu, allerdings hebelt der NaNo dieses Motto irgendwie aus. Weder im ersten noch im zweiten NaNo habe ich auch nur annähernd das Ziel erreicht, dieses Jahr hab ich sogar die Validation verpennt.

Für mich bedeutet der NaNoWriMo nicht mehr Motivation, sondern Druck bis zur Apathie, um es ein klein bisschen überspitzt zu beschreiben. Daher habe ich beschlossen ab nächstem Jahr nicht mehr am NaNoWriMo teilzunehmen, dass wird mir sicherlich nicht leicht fallen, da die motivierten Autoren doch sehr ansteckend sind.

Doch neben dem großen NanoWriMo gibt es ja noch die kleinen CampNaNos an denen ich weiterhin teilnehmen werde. Diese motivieren mich noch immer, vermutlich deswegen, weil ich das zu erreichende Ziel frei anpassen kann, das nimmt den Druck.

Zudem werde ich auch im Jahr 2017 beim WriYoBo (WRIte Your Book) teilnehmen. Diese Veranstaltung hat mir in diesem Jahr bereits sehr geholfen und war eine durchgehende Motivation.

Ich fühle mich mit dieser Entscheidung recht wohl und hoffe auf ein produktives Jahr 2017!

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2 Kommentare zu „Nie wieder NaNoWriMo!

  1. Huhu,

    ich verstehe deine Entscheidung. 50k Wörter in einem Monat zu schreiben liegt nicht jedem und wenn es dich blockiert oder sogar unter Druck setzt, dann solltest du dich dem nicht aussetzen. Der NaNoWriMo soll schließlich Spaß machen und nicht deprimieren. Tut er das, dann schrammt er an seinem eigentlichen Ziel vorbei. Ich finde es allerdings gut, dass du weiterhin an den Camps teilnehmen möchtest. Mir persönlich gefallen die Camps auch besser, auch wenn ich die 50k bisher immer geschafft habe. Aber ich finde mit den Cabins usw. sind die Camps irgendwie familiärer und gemütlicher 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Myna

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