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Katzenrassismus oder Alle Katzen sind falsche Biester

Was eignet sich besser um meine neue Kategorie, Catnack, einzuleiten als eine Übersicht der gängigsten Vorurteile im Zusammenhang mit Katzen? Richtig, nichts 😉

1.) Katzen sind unberechenbare Lügner! – hinterhältiges, kätzisches Verhalten
„Auuu – warum kratzt mich das Biest? Es hat doch mit dem Schwanz gewedelt!“ – Jaja, welcher Katzenbesitzer kennt solche oder ähnliche Aussagen nicht? Das Problem dahinter ist, dass viele Menschen, die keine Katzen haben oder sich nicht mit diesen auskennen, deren Verhalten mit dem von Hunden gleichsetzen. Wenn ein Hund mit der Rute wedelt freut er sich (ist übrigens auch ein Irrtum, denn das Wedeln mit der Rute zeigt lediglich Erregung, erst die restliche Körpersprache verrät welche Art der Erregung es ist 😉 aber hier gehts ja um die Katz‘), also ist das bei den Katzen genauso! Logisch, oder? Nein! Wie kommt man auf so eine Idee? Bei Menschen aus verschiedenen Kulturen geht man doch auch nicht davon aus, dass Gestik und Mimik identisch sind, bei Katzen und Hunden ist das nicht viel anders. Übrigens: Katzen reagieren nicht unvorhersehbar. Mal angenommen du streichelst eine Katze und sie schnurrt und schlägt mit der Rute, dann ist sich das Tier unsicher ob sie die Situation gerade mag und du solltest vorsichtig werden. Hört das Schnurren auf, nimm langsam deine Hand weg 😉

2.) Katzen sind unerziehbare, manipulative Sadisten!
Das stimmt nicht! Katzen sind sehr wohl erziehbar, allerdings braucht es viel Geduld. Dennoch können sie sowohl alltägliche Benimmregeln, als auch Kunststücke erlernen. Allerdings muss man immer am Ball bleiben und sollte nicht so leicht verzweifeln. Ich weiß nicht ob Katzen unbedingt Kunststücke lernen müssen, bei Wohnungkatzen könnte es allerdings gegen Langeweile helfen, aber alltägliche Regeln sind wichtig für das gemeinsame Zusammenleben und um den Besuch nicht zu verschrecken 😉 die Befehlen, die meine Katzen können (müssen) sind zum Beispiel „Aua“ (wenn sie zu doll mit mir spielen), „Nein“ (alles was sie nicht sollen, wie auf den Esstisch springen, den Laptop unter sich begraben, irgendetwas irgendwo, irgendwie herunterklauben….), außerdem gibt es Orte/Dinge, die für unsere Katzen tabu sind. Bei mir Zuhause wäre es zB der Hamsterkäfig, der Schreibtisch, die saubere Wäsche (okay, klappt nicht immer), menschliches Essen (klappt erstaunlich gut, bei Grisu :O). Allerdings haben sie alle eine Schwachstelle: knisterndes Papier! Ihr müsstet Angel sehen, wenn das Papier von einem Kinderschokoladenriegel (keine Werbung, es ist wirklich dieses Papier xD), auf dem Tisch liegt und Angel auf dem Sofa gegenüber, mit der Nase an der Tischkante und den Blick auf das Knisterding geheftet – und dann nimmt man es weg oder piekst sie in den Po xD himmlisches Bild!

3.) Katzen fallen immer auf ihre Pfoten.
Das ist nur halbwegs richtig, denn wenn Katzen ab einer bestimmten, niedrigen Höhe mit dem Rücken voran zB aus einem Fenster oder von einem Baum fallen, können sich die Katzen nicht mehr drehen. Zum Drehen brauchen sie Zeit und somit eine gewisse Höhe.

4.) Schnurren ist ein Zeichen von Wohlbehagen.
Jaein. Katzen schnurren bei Wohlbehagen, aber sie schnurren ebenfalls bei Angst, Stress, Schmerzen o.ä. um sich zu beruhigen. Wenn ihr eure Katze kennt, werdet ihr den Unterschied erkennen.

5.) Katzen sind wasserscheu.
Dann würden Katzen aber nicht fischen, oder? Ich würde Katzen als bedingt wasserscheu einschätzen. Sie mögen es sicherlich nicht gebadet zu werden, obwohl ich Berichte gelesen habe laut denen sich Katzen ans Baden gewöhnen (Baden ist i.d.R. unnötig!), aber die wenigsten Katzen gehen freiwillig schwimmen. Von meinen Katzen kann ich folgendes berichten: wenn ich mir die Haare wasche, laufen sie gerne mal durch die Dusche und spielen mit dem Wasserstrahl, aber wehe sie werden wirklich nass! Das gleiche kann man am Waschbecken beobachten.

6.) Die Katze, das emotionslose/stehts desinteressierte Wesen
Beobachtet man eine Katze, dann sieht man wie aufmerksam sie ihre Umgebung beobachtet. Sie nimmt so ziemlich alles um sich herum wahr. Wenn Grisu, wie heute wieder, Menschen vor unserem Haus auf der Straße hört, ist er sofort hellwach. Nähern sich diese Menschen dann auch noch dem Haus, weil sie vielleicht daran vorbei gehen, quetscht er sich direkt die Nase am Fenster platt um zu sehen was draußen vor sich geht oder er gibt mir das Zeichen, dass er ganz schnell raus muss um genau nachzusehen. Er erinnert dann manchmal an eine alte Oma, die hinter ihren Vorhängen die Nachbarschaft im Auge behält. Dieses Verhalten konnte ich schon bei einigen unserer Katzen beobachten. Schila, zum Beispiel, saß immer im Wohnzimmerfenster meiner Eltern und beobachtete die Straße. Wenn ich von der Schule nach Hause kam, beobachtete sie mich und wurde ganz hektisch, wenn ich zum Spaß am Haus vorbei ging. Wenn ich ein Paket annehme oder irgendwelche Vertreter vor der geöffneten Tür stehen, liegt Grisu auf der Treppe und schaut mit einem Blick, der sagt „Ich sehe dich~~ Wehe du kommst ins Haus!“, durch die Stufen. Er mag keine fremden Menschen und schon gar nicht auf seinem Grundstück. Ihr kennt diesen Satz, „Die Augen sind das Fenster zur Seele“?  Der könnte von einer Katze kommen, denn wenn man seine Katze kennt, und selbst wenn nicht, dann schau in ihre Augen und du erkennst eine lange Palette von Gefühlen. Du kannst einer Katze ansehen, wenn sie Mist gebaut hat. Angel ist dafür ein perfektes Beispiel: ich weiß, dass sie auf dem Tisch war oder sonst irgendwas angestellt hat, wenn sie sich besonders niedlich anstellt oder besonders anschmiegsam ist. Ganz nach dem Motto „Ich bin soooo niedlich, dass ich alles machen darf und du bist mir nicht böse <3“ Sorry Angel, das wirkt bei mir nicht mehr.

7.) Katzen sind alle gleich
Nein, definitiv Nein. Katzen sind so unterschiedlich wie Menschen es sind oder Hunde oder jegliches andere Wesen. Ein wunderbares Beispiel sind meine derzeitigen Katzen. Angel, Blacky und Grisu sind Geschwister, gleich alt, zusammen bei uns eingezogen und komplett unterschiedlich. Angel ist die „typische“ Katze, sie schmust wann sie will, kommt auf den Arm wenn sie will und man kann sie nicht einfach von einen Platz auf den anderen setzten, dann geht sie aus Prinzip. Grisu ist ein bisschen hundeartig, er hört auf recht viele Kommandos, geht bei Fuß und ist unglaublich auf mich fixiert (zur Zeit ist es ganz krass, ich kann nicht einmal zur Toilette gehen ohne das er vom Sofa aufspringt xD). Er spielt und holt sogar Stöckchen. Blacky ist ein perfekter Anfängerkater, mit ihn kann man fast alles machen und er ist super anschmiegsam. Wenn du Blacky auf dem Arm hast und ihn kraulst wirst du ihn gut festhalten müssen, denn in kürzester Zeit fängt er an zu „fließen“. Blacky entspannt sich dann so sehr, dass seine Körperspannung nahezu nicht existent ist xD Wie ihr sehr, sind alle Katzen unterschiedlich.

 

Habt ihr Katzen oder seid ihr Katzenneulinge? Wie sind sie? Welche Vorurteile kennt ihr zu diesem Thema?

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Ein Kommentar zu „Katzenrassismus oder Alle Katzen sind falsche Biester

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