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Nepomuk is in da House :D

Am vergangenen Montag war ich in einer Zoofachhandlung und habe dort zwei junge Goldhamster (Mittelhamster, wie die Hamster dieser Größe eigentlich heißen) gesehen, der eine war „traditionell“-farbend, der andere braun-grau. Natürlich fand ich die beiden direkt total niedlich, wobei mir vor allem der braun-graue zusagte. Vor etwa 3 Jahren hatte ich das letzte Mal einen Goldhamster und habe seinen Tod sehr bedauert. Nun spielte ich also mit dem Gedanken mir erneut einen Hamster zu kaufen, zunächst habe ich mich erneut über die Tiere informiert und dann ging es fast wie von selbst. Über Ebay bin ich an einen relativ günstigen, und mit Ebenen, Treppen, Häuschen und Napf vollständigen, Käfig gekommen. Mit Versand etwa 60€, andere Käfige die ich mir angesehen habe lagen „unmöbliert“ bei 80€ oder „möbliert“ bei 90€.

Da der Käfig 3-4 Tage brauchen sollte bis er ankam bestellte ich noch ein wenig anderes Material, wie eine Heuröhre, die letztendlich viel zu groß ist, eine Weidentreppe, ein Weidenhaus, eine „Badewanne“ mit Chinchilla-Sand, ein Weidenspielzeug, ein Laufrad (28cmØ), einen Kräutermix und Futter.

Nun fehlte mir noch das Wichtigste, der Hamster. Nun bin ich, wie viele andere auch, nicht davon erfreut, dass lebende Tiere im Zoofachhandel verkauft werden, also habe ich angefangen zu googlen wo es in meiner Nähe Hamster zu Abgabe/Verkauf gibt. Gefunden habe ich die Hamsterhilfe NRW, darauf wurde ich durch Miyuki aufmerksam. Leider waren die Hamster, welche ein neues Zuhause suchten (und suchen), viel zu weit von meinem Zuhause entfernt. Ich wollte dem Tier so wenig Stress wie möglich bereiten und nach meiner Auffassung gehört dazu auch eine möglichst kurze Autofahrt, besonders da ich das Tier alleine holen würde.

Natürlich habe ich mich auch auf verschiedene Webseiten von Tierheimen „rum getrieben“, doch warteten dort derzeit zum Glück keine Hamster auf ein neues Zuhause. Also blieb mir letztendlich nur der Zoohandel, welcher einen sehr guten Ruf hat. Dazu kommt, dass mir der kleine Hamster nicht aus dem Kopf ging und ich mir bereits Namen für ihn überlegte.

Ich ging also erneut in den Zoofachhandel um mir beiden Hamster genauer anzusehen, schließlich kauft man ja nicht die Katze im Sack. Daher bat ich die Mitarbeiterin mir die Tiere zu zeigen. Sie erklärte mir, die beiden Hamster seien etwa 8 – 9 Wochen alt und würden auch nicht vor der 8. Wochen abgegeben werden, damit sie möglichst lange das Sozialverhalten erleben können. Die Hamster selbst machten einen munteren Eindruck, Augen klar und das Fell glänzend. Außerdem, und das überraschte mich, zeigten sie wenig Scheu vor der Hand der Mitarbeiterin. Ich beschloss, dass ich den braun-grauen Hamster haben möchte und bezahlte/reservierte ihn mir direkt vor Ort.

Am nächsten Tag kamen dann meine Pakete, Käfig und Materialien, an und ich konnte mit dem Bau des Käfigs beginnen. Das Zusammenbauen war erstaunlich einfach und ich konnte Einstreu etc kaufen. Erst als ich den Käfig in meine Wohnung und die schmale, gewundene Treppe hochgeschleppt hatte, bemerkte ich mein Problem: das neue Hamsterheim passte nicht dorthin wo er eigentlich stehen sollte! Erst wurde geflucht, dann die Wohnung umgeräumt. Man bin ich flexibel. Als der Käfig endlich sicher stand, konnte ich mit dem einstreuen beginnen.

Schließlich konnte ich den Hamster fast 2 Tage eher abholen als geplant und wieder überraschte mich, weil ich es bei meinem alten Hamster anders erlebt hatte, der Umgang mit dem Tier. Die Mitarbeiterin brachte ihn mit absoluter Ruhe dazu von selbst in die Transportbox zu klettern, sodass das Tier so gut wie keinen Stress hatte.

Zuhause wurde es nun wirklich spannend, denn Nepomuk, wie ich ihn genannt habe, war nun in einer fremden Umgebung mit fremden Gerüchen und einem fremden Käfig.

Doch Nepomuk kletterte wie selbstverständlich aus der Box und anstatt sich sofort zu verkrümeln, womit ich gerechnet hatte, schaute er sich im Käfig um, kam zu mir zurück und beschnupperte meine Hand und setzte sich dann erstmal vor seinen Napf und füllte die Hamstertaschen. Danach sah er sich ganz in Ruhe um, setzte sich hier und dort hin um etwas zu essen oder sich zu putzen, ehe er sich einen Schlafplatz suchte.

Später am Abend kam dann mein Kater Grisu und schaute sich den Käfig an. Katzen haben es nicht so mit Veränderungen und war angesichts des neuen Käfigs und dem damit zusammenhängenden Geruch verwirrt bis neugierig. Wirklich interessant wurde es als Nepomuk wach wurde und begann seinen Käfig zu erkunden und zu fressen. Grisu springt auf, läuft unter den Käfig und schaut hinters Regal. Nichts. Also zurück zum Liegeplatz. Erneutes Geräusch. Grisu läuft wieder unter den Käfig und hinters Regal. Wieder nichts. Ich konnte ihm ansehen, das er regelrecht anfing an seinem Verstand zu zweifeln. Ein unglaublich lustiges Bild.

Beim nächsten Geräusch, kam der Kater auf die absolut geniale Idee IN den Käfig zu schauten und siehe da, er entdeckte den Hamster und klebte damit die nächsten Minuten mit der Nase an der Plexiglasscheibe. Nepomuk hat das reichlich wenig interessiert und ignorierte Grisu gekonnt.

Die erste Nacht war ich sehr nervös wegen Grisu und Nepomuk, schließlich handelt der Kater auch nur nach Instinkten. Grisu benahm sich allerdings wie ein Gentleman, gut er langte einmal mit einer Pfote auf das Gitter am Dach, aber ich konnte mich nicht mal richtig aufsetzten so schnell war die Pfote wieder unten. Die restliche Nacht stand immer mal wieder auf um sich vor den Käfig zu setzen oder zu legen.

Der Hammer war allerdings zwei Nächte später. Am Abend saß Grisu wieder einmal vor Nepomuks Käfig und als er sich zu mir umdrehte, hatte er diese riesigen Pupillen, die mir sagten „Ich will was jagen. Jetzt und Sofort!“. Auch sein Schweif war nervös am Zucken. Keine zwei Sekunden später sprang Grisu wie vom Blitz getroffen auf, lief an mir vorbei, die Treppe runter und durchs Badezimmerfenster nach draußen. Ich war erstmal erleichtert, dass der Kater weg war und überlegte schon wie ich den Käfig am besten sichern sollte. Etwa zehn Minuten später kam Grisu wieder, mit einer toten Maus im Maul. Jagdtrieb befriedigt. Kater ruhig. Ich erleichtert. Danach lies auch Grisus Interesse an Nepomuk deutlich nach.

Heute hatte ich das erste Mal die Plexiglastür offen, während Grisu in der Wohnung war. Er beobachtete Nepomuk und mich gespannt wie ein Flitzebogen, aber verhielt sich ruhig. Ich denke er ist auf einem guten Weg zu begreifen, dass Nepomuk keine Beute ist. Zumindest keine die er jagen darf.

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 hier seht ihr Nepomuks Käfig, er ist etwas größer als 100x50x50cm groß. Auf dem ersten Bild ist er draußen und auf dem zweiten in der Wohnung.

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  Hier seht ihr einiges von der Inneneinrichtung: ein Laufrad (~28cmØ), ein Häuschen, eine Metallwanne mit Chinchillasand, ein Kletterdings (xD) und die Kräutermischung.

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 Uuund zu guter letzt der süße Nepomuk 🙂 einmal in der Transportbox (im Auto) als ich ihn holte und einmal als er gerade seinen Käfig erkundet 🙂 ist er nicht süß?

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2 Kommentare zu „Nepomuk is in da House :D

  1. Huhu!

    Awww wie süß der einfach ist! Er kann froh sein, ein schönes neues Zuhause gefunden zu haben mit einer Besitzerin, die sich ganz lieb um ihn kümmert 🙂
    Finde es immer sehr interessant, wie du die Tiere zu „lesen“ weißt. Ich könnte das gar nicht so gut beobachten oder erklären oder das z.B. mit Jagdtrieb etc. in Zusammenhang bringen (Beispiel Grisu). Sehr schön geschrieben, hoffe auch mehr *grins*
    Viel Spaß dir mit deinem neuen kleinen Mitbewohner und auch beim plotten mit den ganzen Hashtags! 😀

    Liebe Grüße
    Tita

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    1. Aww danke ❤ das ist so lieb von dir ❤ Vielleicht liegt es daran, dass ich mit Katzen aufgewachsen bin 🙂 für mich sind sie nicht diese sprunghaften, bösartigen Wesen (wie ja einige Menschen denken), sondern Tiere deren Körpersprache ganz anders ist als die der Hunde und wenn man das weiß ist vieles einfacher 😀
      Es wird auf jeden Fall mehr zu lesen geben 🙂

      LGs
      Jalieza

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